Elend, Trauma, Frust und öffentlicher Raum

Flüchtlingsräte und andere Migrationsbefürworter verbreiten lautstark die Auffassung, dass sich die Migranten aus absolut menschenunwürdigem Elend zu uns flüchten mussten und durch ihre Flucht zusätzlich traumatisiert wurden. Diese Traumatisierung wird auch durch eine Studie des AOK-Bundesverbands  belegt, aus der hervorgeht, dass wie vom Berliner Tagesspiegel hochgerechnet, ca. 600.000 Zuwanderer durch Gewalterfahrung (teilweise mehrfach) traumatisiert wurden.

Für mich ergeben sich daraus folgende Fragen:

 

  1. Wenn diese armen geretteten Menschen derartig traumatisiert sind, wer kann die aktuellen Traumata oder damit zusammenhängende posttraumatische Belastungsstörungen auflösen?

Antwort: Diese Traumata lassen sich nur durch lange therapeutische Gespräche behandeln. Alle erfolgversprechenden therapeutischen Methoden bis hin zur Hypnose basieren jedoch auf einer gemeinsamen sprachlichen Ebene. Somit mag dieser Ansatz – trotz kultureller Distanz – vielleicht bei den 10% der Migranten mit höherer Bildung und fließenden Kenntnissen einer der gängigen europäischen Verkehrssprachen funktionieren. Er hilft jedoch wenig, wenn die Grundkenntnisse einer dieser Sprachen von Bildungsfernen erst kürzlich mehr schlecht als recht erworben wurden. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass sich die grammatikalischen und phonologischen Prinzipien der Herkunftssprachen von unserer indoeuropäischen Sprachfamilie erheblich unterscheiden. Das britische Außenministerium kategorisiert Fremdsprachen in vier Kategorien: Skandinavische und romanische Sprachen (wegen der starken Prägung des Englischen durch Latein und Französisch) gelten als leicht, Deutsch (wegen der vielen „False Friends“) und die slavischen Sprachen (zusätzlicher Zeichensatz)  als mittelschwer, Turksprachen und Urdu als schwer, alles andere – darunter auch das Arabische – als sehr schwer.

Mag es auch Therapeuten geben, die sich diese Arbeit gern auf die Fahne schreiben – und sei es, weil Misserfolge in diesem Bereich durch die Umstände eher entschuldbar sind  – fehlen uns diese jedoch zur Behandlung von Depressionen und Burn-Out-Syndromen, die durch die Überlastung des steuerzahlenden Arbeitnehmers im immer stärker fordernden „Business“ und durch (bisweilen fragwürdige) Auslandseinsätze unserer Soldaten entstehen.

 

  1. Was geschieht, wenn diese Traumata nicht behandelt werden?

Antwort:  Ein Nicht-Ankommen, das sich von der Depression zu Frustration in Aggression steigern kann.

Depression: Der Migrant zeigt sich unfähig, Integrations- und Sprachkursen mit der erforderlichen Aufmerksamkeit zu folgen. Dies macht die spätere Aufnahme einer geregelten, den eigenen Unterhalt finanzierenden Arbeit nahezu unmöglich. Dadurch entsteht Neid und die Flucht in eine Tagtraumwelt, in der er das Haus für sich und die zahlreiche Verwandtschaft sowie ein dickes Auto bereits besitzt.

Frustration: Seine Gedanken kreisen einzig darum, die ersehnten Güter zu erlangen. Da ihm die umgebende „Gesellschaft“ diese nicht bietet, fühlt er sich abgelehnt und ist darüber enttäuscht und frustriert. Aus dieser Haltung heraus wirkt er negativ auf seine Umgebung, hindert andere daran, die gesetzten Integrationsziele zu erreichen, betäubt sich mit Alkohol und Drogen. Wahrscheinlich hat er bereits ein paar Landsleute kennengelernt, die mit ihren dicken Goldketten und noch dickeren Autos auf den Großstadtstraßen protzen und ihm berichten, wie sie an diese ersehnenswerten Dinge gekommen sind und wie gering das Risiko in Wirklichkeit ist.  Auch werden Migranten desto empfänglicher für Opfermythen, die von Salafisten, Muslimbrüdern (Mazyek) und grünen Schwarmgeistern wohlfeil auf dem „Markt der Möglichkeiten“ dargeboten werden. An den durch Depression und eigene Unfähigkeit verpassten Chancen ist natürlich nicht das Individuum, sondern „die Gesellschaft“ schuld.

Aggression: Sind diese zumeist jungen Menschen aufgrund von Biographie und Herkunft nicht in der Lage, ein mitteleuropäisches Maß an Frustrationstoleranz zu entwickeln, schlägt die Frustration in Aggression um. Hier muss zwischen einem kontrolliertem und einem unkontrolliertem, übersprungsartigen aggressiven Verhalten unterschieden werden. Beide Verhaltensvarianten sind selbstverständlich in der Mehrheitsgesellschaft höchst unerwünscht: Das kontrollierte Verhalten führt in leichterer Ausprägung zur Revierverteidigung im Schwimmbad, in schwererer zum Widerstand gegen Ordnungskräfte oder zur Behauptung des Drogenreviers, in allerschwerster ideologischer Verblendung zum Ehrenmord und zum Weihnachtsmarktattentat. Das unkontrollierte Verhalten führt zu Anfällen sinnloser Zerstörungswut, zum blindwütigen Abstechen einer, den doch so Unwiderstehlichen abweisenden Frau oder zum Vor-den-ICE-Stoßen eines völlig unschuldigen Achtjährigen.

 

  1. Wie sollten wir darauf reagieren?

Wie bereits zu Beginn ausgeführt, ist eine erfolgreiche Therapie potenzieller Zeitbomben bereits durch das Fehlen einer gemeinsamen Sprach- und Wertegemeinschaft außerordentlich schwierig. Solange uns qualifizierte Handwerker, Facharbeiter, Ärzte, Ingenieure und Informatiker fehlen, ist die von den Befürwortern weitest-offener Grenzen propagierte Forderung nach mehr Betreuung durch Sozialpädagogen und andere „interkulturell Qualifizierte“ schlichtweg Irrsinn, der einzig der finanziellen Absicherung von wenig Leistungsbereiten dient.

Unbedingt erforderlich ist hingegen, jeden Zuwanderer einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen, die neben seiner Fähigkeit, eine gesellschaftlich produktive Leistung erbringen zu können, auch dessen psychische Stabilität umfasst. Hierfür existieren Fragebögen der WHO, die auch für die AOK-Studie verwendet wurden.

Menschen, die eines dieser Kriterien nicht erfüllen, mag zeitweilig Schutz gewährt werden. Sie sollten aber, wenn diese Schutzbedürftigkeit entfällt, umgehend in ihre Herkunftsländer rückgeführt werden und dürfen ohne Nachweis einer gründlichen Therapie niemals die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen. Zusätzlich ist es erforderlich, Fehlverhalten wie mangelnde Mitarbeit in verpflichtenden Bildungsangeboten, Randalieren unter Alkoholeinfluss, Ordnungswidrigkeiten bereits im Ansatz zu sanktionieren. Dabei wäre folgende Steigerung von Maßnahmen wünschenswert: Verwarnung – Entzug von Leistungen bei 3 Verwarnungen – Keine Aussetzung von Strafen über 3 Monate zur Bewährung – Verlust des Aufenthaltstitels bei Verurteilung zu mehr als 6 Monaten oder mehreren mit geringerem Strafmaß belegten Auffälligkeiten.

In diesem Lichte muss die Forderung Ulla Jelpkes/Die Linke, alle 500.000 vorgeblich in den „Folterlagen Libyens“ Dahinvegetierenden nach Deutschland zu überstellen, wie eine Aufforderung zum kollektiven Selbstmord anmuten.

 

BT

20. August 2019|